Ein „Frohe Weihnachten“ per E-Mail ist schnell getippt und verschickt, gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit. Genauso schnell ist es aber auch wieder vergessen. Gleiches gilt für eine digitale Karte, die nur kurz wahrgenommen wird. Eine Weihnachtskarte aus Papier bleibt dagegen auf dem Schreibtisch stehen und zeigt, dass Ihnen die Geschäftsbeziehung etwas bedeutet.
Im Folgenden erfahren Sie, warum klassische Weihnachtskarten aus gleich mehreren Gründen überzeugen.
Inhaltsverzeichnis
Zwischen Newslettern und Anfragen: Weihnachtsgrüße per E-Mail
E-Mails sind für viele das wichtigste Kommunikationsmittel im Berufsalltag und die Postfächer werden immer voller. Nachrichten gehen dabei unter oder landen sogar im Spam-Ordner, wo sie auf unbestimmte Zeit in Vergessenheit geraten.
Für Weihnachtsgrüße ist das ein Problem:
- Sie gehen unter: Zwischen Anfragen, Terminen und Newslettern wird ein Gruß schnell überflogen oder landet im Spam-Ordner.
- Sie werden schnell vergessen: Auch wenn die E-Mail gelesen wird, ist sie mit einem Klick archiviert.
- Sie sind rechtlich heikel: Weihnachtsgrüße eines Unternehmens per E-Mail gelten nach überwiegender Auffassung als Werbung. Ohne Einwilligung des Empfängers sind sie nur unter engen Voraussetzungen bei Bestandskunden zulässig, sonst drohen Abmahnungen.
- Sie wirken wenig persönlich: Eine E-Mail kostet kaum etwas. Genau das merkt man ihr oft auch an.
5 Gründe für geschäftliche Weihnachtskarten
1. Ein Gruß zum Anfassen
Briefe sind zu einem eher organisatorischen Kommunikationsmittel geworden. Rechnungen, Bescheide oder Werbung flattert haptisch ins Haus, während, auch im Privaten, eher per WhatsApp, E-Mail oder Firmen internen Plattformen kommuniziert wird.
Eine Karte hingegen spricht mehr Sinne an als eine E-Mail: Das Papier fühlt sich glatt oder strukturiert an, das Motiv ist vielleicht geprägt, mit Folie veredelt oder filigran ausgestanzt. Karten aus besonderen Materialien wie Holz oder Graspapier bleiben zusätzlich im Gedächtnis.
2. Aufmerksamkeit statt Mail-Flut
E-Mails werden im Sekundentakt überflogen und sortiert. Eine Karte per Post verlangt dagegen einen kurzen Moment Aufmerksamkeit: Umschlag öffnen, Karte herausziehen, das Motiv betrachten, den Text lesen. Gerade weil Post im Büro seltener geworden ist, hat eine persönliche Karte heute einen besonderen Wert.
3. Sie bleibt länger sichtbar
Eine schöne Weihnachtskarte wird nicht archiviert, sondern aufgestellt, auf dem Schreibtisch, am Empfang oder auf der Fensterbank. Dort erinnert sie bis ins neue Jahr an Ihr Unternehmen. Das kann den Unterschied machen, wenn im Januar ein neuer Auftrag vergeben wird. Manche Karten, etwa aus Holz, lassen sich sogar als kleine Dekoration weiterverwenden.
4. Sie zeigt echte Wertschätzung
Eine Karte, die Sie ausgewählt, betextet und von Hand unterschrieben haben, sagt dem Empfänger: „Sie sind es mir wert. Für Sie habe ich mir Zeit genommen.“ Verbinden Sie Ihre Weihnachtsgrüße mit einem Dank für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, dann wird aus einem Standardgruß eine persönliche Botschaft.
5. Sie lässt sich in Ruhe vorbereiten
Vor Jahresende laufen Projekte auf Hochtouren, Urlaube stehen an und die Weihnachtsfeier will organisiert werden. Weihnachtskarten können Sie dagegen schon im Herbst planen: Motiv auswählen, Karten gestalten, Adressliste prüfen und bestellen. Im Advent müssen Sie dann nur noch unterschreiben und verschicken. So geht auch kein wichtiger Kunde in der Hektik verloren.
Persönliche Weihnachtsgrüße: Gestaltung, Formulierung und Versand
Persönlich gestalten
Mit einem Teamfoto, Ihrem Firmenlogo und einer eingedruckten Unterschrift wird die Karte zu Ihrem persönlichen Gruß. In Online-Konfiguratoren gestalten Sie solche Karten in wenigen Schritten selbst. Auch bei gedruckten Karten gilt: Eine handschriftliche Unterschrift oder eine kurze persönliche Zeile macht den größten Unterschied.
Den richtigen Text finden
Ein guter Weihnachtsgruß verbindet einen Dank für das vergangene Jahr mit guten Wünschen für das kommende. Zwei bis vier Sätze reichen. Je konkreter, desto persönlicher, zum Beispiel:
„Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr, besonders bei der Umstellung im Herbst. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team erholsame Feiertage und freuen uns auf die gemeinsamen Projekte im neuen Jahr.“
Ein passendes Zitat oder ein Weihnachtsspruch auf der Vorderseite kann den Ton setzen. Branchenkarten mit Motiven aus der Welt des Empfängers sorgen für ein Lächeln.
Internationale Kontakte berücksichtigen
Schreiben Sie ausländischen Geschäftspartnern möglichst in ihrer Sprache oder auf Englisch. Für Empfänger, die kein Weihnachten feiern, eignen sich neutrale Formulierungen wie „Frohe Festtage“ oder „Season’s Greetings“. Planen Sie für den Versand ins Ausland deutlich mehr Zeit ein als im Inland.
Rechtzeitig verschicken
Seit 2025 gelten für Briefe längere Laufzeiten: 95 Prozent müssen innerhalb von drei Werktagen ankommen, 99 Prozent innerhalb von vier. Die Deutsche Post stellt ihre Abläufe schrittweise darauf um. Werfen Sie Ihre Weihnachtskarten deshalb im Inland möglichst bis Mitte Dezember ein. Denken Sie auch an Betriebsferien zwischen den Jahren: Eine Karte, die erst am 23. Dezember ankommt, liest im Büro womöglich niemand mehr.
Persönliche Weihnachtspost als Zeichen guter Zusammenarbeit
Weihnachtsgrüße per E-Mail sind schnell verschickt, gehen aber in vollen Postfächern unter und sind rechtlich nicht ohne Risiko. Eine Weihnachtskarte aus Papier fällt auf, bleibt sichtbar und zeigt echte Wertschätzung. Wer früh plant, die Karte persönlich gestaltet und rechtzeitig verschickt, sorgt dafür, dass sein Gruß ankommt und bis ins neue Jahr in Erinnerung bleibt.
Häufige Fragen zu geschäftlichen Weihnachtskarten
Darf ich Kunden Weihnachtskarten per Post ohne Einwilligung schicken?
Anders als bei E-Mails brauchen Sie für Weihnachtsgrüße per Post grundsätzlich keine vorherige Einwilligung. Widerspricht ein Empfänger allerdings ausdrücklich dem Erhalt von Werbung, müssen Sie das respektieren und ihn von Ihrer Liste nehmen.
Sind digitale Weihnachtskarten unprofessionell?
Digitale Weihnachtsgrüße sind nicht per se unprofessionell, etwa bei sehr großen oder internationalen Verteilern. Sie brauchen aber in der Regel eine Einwilligung der Empfänger und wirken weniger persönlich. Viele Unternehmen kombinieren deshalb beides: eine gedruckte Karte für wichtige Kunden und Partner, einen digitalen Gruß an Newsletter-Abonnenten.
Ist eine E-Mail nicht umweltfreundlicher als eine Karte?
Auch E-Mails verursachen durch Rechenzentren und Endgeräte Emissionen, wenn auch pro Nachricht wenige. Bei Karten lässt sich der ökologische Fußabdruck deutlich verringern, zum Beispiel mit Recyclingpapier, FSC-zertifiziertem Papier oder klimaneutralem Druck. Wer seine Adressliste pflegt und nur an echte Kontakte verschickt, vermeidet zusätzlich unnötige Post.