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Geschäftliche Weihnachtspost: Von der Motivwahl bis zur Versandfrist

Weihnachtskarten an Kunden und Geschäftspartner gehören für viele Unternehmen fest zum Jahresende. Damit die Karten auffallen, persönlich wirken und rechtzeitig ankommen, braucht es etwas Vorlauf. Wer erst im Dezember anfängt, gerät schnell unter Zeitdruck.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann Sie mit der Planung beginnen sollten, welche Versandfristen gelten, mit welchen Motiven Sie auffallen und wie Sie einen persönlichen Text schreiben, inklusive Zitaten und Textvorlagen.

Weihnachtskarten als persönlicher Gruß an Kunden und Geschäftspartner

Weihnachtskarten gelten manchen als altmodisch. Gerade deshalb fallen sie heute auf. Im Büro kommen täglich Dutzende E-Mails an, Post auf Papier ist dagegen selten geworden. Eine Karte mit besonderem Motiv und persönlichem Text zeigt Kunden und Geschäftspartnern, dass Sie sich Zeit für sie genommen haben, außerhalb von Angeboten, Rechnungen und Projektabstimmungen.

Zeitplan und Versandfristen für die Weihnachtspost

Ab Ende Juli: Planung beginnen

Legen Sie im Sommer das Budget fest und erstellen Sie eine Adressliste aller Kunden und Geschäftspartner, die eine Karte bekommen sollen. Führen Sie dabei getrennte Listen für Kunden, Partner, Lieferanten und das eigene Team. Das erleichtert später die passende Ansprache. Wählen Sie anschließend einen Anbieter und gestalten Sie Ihre Karten.

Bis Ende September: Karten bestellen

Bestellen Sie die Karten spätestens Ende September. So bleibt genug Zeit, um persönliche Zeilen zu ergänzen und die Karten zu unterschreiben. Sollen mehrere Personen im Team unterschreiben, wird es sonst schnell knapp.

10. bis 15. Dezember: Karten im Inland verschicken

Werfen Sie Ihre Weihnachtskarten innerhalb Deutschlands zwischen dem 10. und 15. Dezember ein. So kommen sie in den letzten Arbeitstagen vor den Feiertagen an, wenn die Empfänger noch im Büro sind. Seit 2025 dürfen Briefe bis zu drei Werktage unterwegs sein. Planen Sie deshalb lieber etwas früher als knapp.

Früher: Weihnachtspost ins Ausland

Für Sendungen ins Ausland veröffentlicht die Deutsche Post jedes Jahr Einlieferungsfristen. Zu Weihnachten 2025 galten für Briefe und Postkarten diese spätesten Termine:

  • in europäische Länder: 12. Dezember
  • in Länder außerhalb Europas: 5. Dezember

Die genauen Termine für das laufende Jahr finden Sie auf der Website der Deutschen Post und DHL. Für Geschäftspost gilt: lieber ein bis zwei Wochen früher verschicken, damit die Karte nicht erst nach Weihnachten im Büro ankommt.

Präsente und Pakete

Weihnachtspräsente für Kunden und Geschäftspartner sollten etwa 10 bis 14 Tage vor dem Fest eintreffen, damit die Empfänger sie noch vor dem Weihnachtsurlaub erhalten. Zur Orientierung: 2025 galten bei der Deutschen Post für Pakete diese spätesten Abgabetermine:

  • innerhalb Deutschlands: 20. Dezember
  • in Nachbarländer: 15. Dezember
  • in sonstige europäische Länder: 11. Dezember
  • außerhalb Europas: 26. November

Auch andere Paketdienste veröffentlichen eigene Fristen. Schnee, Glätte und die Paketmengen kurz vor Weihnachten können zu Verzögerungen führen.

Pakete sicher verpacken

  • Schutz: Polstern Sie zerbrechliche Präsente wie Schoko-Nikoläuse oder Christbaumschmuck mit Luftpolstermaterial.
  • Füllung: Füllen Sie Lücken im Karton auf, damit nichts verrutscht.
  • Karton: Verwenden Sie einen stabilen Karton, verkleben Sie ihn gut und bringen Sie den Paketschein gut sichtbar auf der Oberseite an.
  • Außenseite: Bekleben Sie den Versandkarton nicht mit Geschenkpapier, Schleifen oder Anhängern, denn diese können sich in den Sortieranlagen verfangen.

Motive und Formate: So fällt Ihre Weihnachtspost auf

Neben klassischen Weihnachtskarten mit festlichen Motiven bieten sich auch ausgefallenere Formate an. Passende Karten finden Sie im Online-Shop des RAAB-Verlags:

  • Adventskalenderkarten: Sie kommen schon Ende November an und begleiten den Empfänger mit 24 Türchen durch den Dezember.
  • Spendenkarten: Ein Teil des Kaufpreises geht an eine Hilfsorganisation. So verbinden Sie Ihren Gruß mit sozialem Engagement.
  • Rezeptkarten: Ein Plätzchen- oder Punschrezept auf der Rückseite gibt der Karte einen praktischen Nutzen.

Bei langjährigen Geschäftspartnern reicht der Platz auf einer Karte oft nicht aus. Dann ist ein Weihnachtsbrief auf festlichem Briefpapier eine Alternative, in dem Sie ausführlicher auf das gemeinsame Jahr zurückblicken.

Auch der Umschlag zählt: Ein farbiges Kuvert oder eines mit weihnachtlichem Motiv hebt sich schon im Briefkasten von Rechnungen und Werbung ab. Achten Sie bei farbigen Umschlägen darauf, dass die Adresse gut lesbar bleibt, etwa durch ein helles Adressetikett. Handschriftlich beschriftete Umschläge wirken besonders persönlich.

Drei Kriterien für einen gelungenen Weihnachtsgruß

1. Korrekter Aufbau

Ein Weihnachtsgruß an Kunden und Geschäftspartner besteht aus Anrede, Weihnachtswunsch oder Spruch und Grußformel. Wie bei jeder Geschäftspost gilt: Rechtschreib- und Grammatikfehler wirken unprofessionell. Lassen Sie den Text deshalb von einer zweiten Person gegenlesen. Ein Beispiel für einen kurzen Gruß:

Kerzenschein und Plätzchenduft, Weihnachten liegt in der Luft. Wir wünschen Ihnen eine entspannte Zeit. Ganz herzliche Weihnachtsgrüße schickt Ihnen Ihr Team von Firma xy

2. Passender Ton

Der Ton darf lockerer sein als in einer gewöhnlichen Geschäftsmail, sollte aber professionell bleiben. Überlegen Sie, wer der Empfänger ist: Passt ein humorvoller, ein herzlicher oder ein klassischer Gruß? Hatte der Geschäftspartner ein schwieriges Jahr, ist ein zurückhaltender Ton angebracht. Vermeiden Sie humorvolle Motive, die als Seitenhieb verstanden werden könnten.

Nicht alle Empfänger feiern Weihnachten. Für sie eignen sich neutrale Formulierungen wie „Frohe Festtage“ oder „Erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr“.

3. Persönliche Note

Eine handschriftliche Anrede und Unterschrift machen auch eine vorgedruckte Karte persönlich. Noch individueller wird der Gruß, wenn Sie ein gemeinsames Projekt, ein besonderes Erlebnis oder ein Vorhaben im neuen Jahr erwähnen. Achten Sie darauf, dass der Text zum Empfänger passt. Ein Gruß, der erkennbar für das eigene Team geschrieben ist, wirkt bei einem Kunden unpassend.

Verzichten Sie auf Werbebotschaften und Angebote in der Weihnachtskarte. Sie soll die Geschäftsbeziehung pflegen, nicht neue Aufträge anstoßen.

Weihnachtspost schreiben: Zitate und Vorlagen für persönliche Grüße

Weihnachtliche Zitate als Einstieg

Ein kurzes Zitat setzt den Ton für Ihren Gruß. Bei manchen bekannten Sprüchen lässt sich die Herkunft nicht eindeutig belegen. Wir kennzeichnen sie deshalb als „zugeschrieben“.

„Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.“(Joachim Ringelnatz zugeschrieben)

„Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.“ (Blaise Pascal)

„Die größten Ereignisse – das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.“ (Friedrich Nietzsche)

„Erst wenn Weihnachten im Herzen ist, liegt Weihnachten auch in der Luft.“ (William Turner Ellis)

„Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.“ (Kurt Tucholsky zugeschrieben)

Auch ein Gedicht eignet sich als Einstieg, zum Beispiel von Johann Wolfgang von Goethe:

Bäume leuchtend, Bäume blendend, Überall das Süße spendend, In dem Glanze sich bewegend, Alt und junges Herz erregend. Solch ein Fest ist uns bescheret, Mancher Gaben Schmuck verehret; Staunend schaun wir auf und nieder, Hin und her und immer wieder.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten.

Textvorlagen für den persönlichen Gruß

Formulieren Sie einen Grundtext für jede Empfängergruppe und ergänzen Sie ihn um ein paar persönliche Zeilen. Notieren Sie sich vorab, was Sie mit dem jeweiligen Empfänger im vergangenen Jahr verbunden hat: ein gemeinsames Projekt, ein besonderes Gespräch, ein Thema abseits der Arbeit.

Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name],

wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, erinnere ich mich besonders an unsere Zusammenarbeit bei [Projekt/Ereignis]. Ihr Engagement und Ihre Zuverlässigkeit haben entscheidend zum Erfolg beigetragen. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team eine erholsame Weihnachtszeit und freue mich auf unsere spannenden Projekte im neuen Jahr!

Herzliche Grüße [Ihr Name]

Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name],

ich möchte mich herzlich für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr bedanken. Besonders unser Austausch über [Thema] hat mir gezeigt, wie wertvoll unsere berufliche Verbindung ist. Ich wünsche Ihnen friedliche Feiertage und einen frischen, motivierten Start ins neue Jahr. Auf viele weitere gemeinsame Erfolge!

Frohe Weihnachten [Ihr Name]

Liebe/r Herr/Frau [Name],

das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es ist mir ein Anliegen, Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen zu danken. Besonders unsere Zusammenarbeit bei [Projekt/Ereignis] hat mir viel Freude bereitet. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit. Starten Sie gut in das nächste Jahr!

Herzliche Weihnachtsgrüße [Ihr Name]

Felsiger Gebirgskamm mit schneebedeckten Gipfeln

Häufige Fragen zur geschäftlichen Weihnachtspost

Darf man lustige Weihnachtsgrüße an Kunden verschicken?

Humor ist Geschmackssache. Bei Empfängern, die Sie gut kennen, und in kreativen oder lockeren Branchen kann ein lustiger Gruß eine willkommene Abwechslung sein. Bei förmlichen Geschäftsbeziehungen oder Kunden, die Sie kaum kennen, ist ein klassischer Gruß die sicherere Wahl. In jedem Fall sollte der Humor freundlich sein und nicht auf Kosten des Empfängers gehen.

Sollte man den Text vordrucken oder per Hand schreiben?

Bei mehreren Hundert Empfängern ist ein vorgedruckter Text praktisch. Ergänzen Sie trotzdem Anrede und Unterschrift per Hand, das macht die Karte persönlich. Wichtigen Kunden und langjährigen Partnern schreiben Sie am besten ein paar zusätzliche handschriftliche Zeilen.

Sollte man Geschäftspartnern zu Weihnachten etwas schenken?

Bei langjährigen Geschäftsbeziehungen ist ein kleines Präsent eine schöne Ergänzung zur Karte. Wer die Vorlieben des Empfängers kennt, kann gezielt auswählen. Sonst eignen sich Plätzchen, Pralinen oder Tee. Steuerlich sind Geschenke an Geschäftspartner bis 50 Euro netto pro Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Eine Alternative ist ein Adventskalender, der schon vor der übrigen Weihnachtspost ankommt.