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Berufliche Netzwerke aufbauen & pflegen

Unterstützung bei einem kleinen oder großen Problem bei der Arbeit, Hilfe, wenn Sie einen neuen Job suchen oder einfach für einen fachlichen Austausch, der alle Seiten weiterbringt: Die Gründe für einen aktiven Ausbau Ihres beruflichen Netzwerkes sind vielfältig. Wir zeigen Ihnen, wie Networking gelingt, warum es wichtig ist und wie Sie bei Networking-Events punkten können.

Beruflich Netzwerken auf Business Events

Definition Networking: Was ist das?

Networking, auch Netzwerken, bedeutet den Auf- und Ausbau sowie die Pflege von Kontakten. Meist wird der Begriff im Zusammenhang mit dem Knüpfen von Geschäftskontakten verwendet. Sogenannte Networking-Events dienen im beruflichen Umfeld nur dem Kennenlernen und der Erweiterung des beruflichen Netzwerks. Diese Networking-Veranstaltungen sind branchenunabhängig meist gut besucht und finden häufig nach der Arbeit oder während Kongressen und Messen statt.

Berufliches Netzwerk aufbauen: So geht’s

Für den Aufbau eines beruflichen Netzwerks sind Sie im Idealfall offen und neugierig auf Neues. Vorurteile sollten Sie außen vor lassen und hilfsbereit und verantwortungsvoll auftreten. Ob Sie beim Netzwerken auf Online-Plattformen wie LinkedIn und Xing setzen oder lieber an Events teilnehmen, bleibt Ihnen überlassen. Ein Austausch ist überall möglich, wo Sie mit Gleichgesinnten zusammenkommen.

Berufliches Netzwerken in kleiner Runde

Netzwerken lässt sich lernen. Kleine Runden eignen sich dafür ebenso gut wie ein großes Networking-Event.

13 Tipps für Ihr Business Networking

Sie haben keine Ahnung, wie Sie „networken“ sollen? Kein Problem, wir zeigen Ihnen wie:

  1. Seien Sie sich bewusst, was Sie wollen

Möchten Sie einen Tipp für Ihre Karriere? Oder ist Ihr Anliegen fachlicher Natur? Überlegen Sie sich vorher, mit welchem Ergebnis Sie aus dem Gespräch gehen möchten. Hierfür kann es hilfreich sein, Ihre Ziele vorher schriftlich festzuhalten.

  1. Diplomatisch in Kontakt treten

Suchen Sie Blickkontakt und gehen Sie zielstrebig auf die Person zu, die Sie in Ihr Netzwerk aufnehmen möchten. Seien Sie mutig und erwähnen Sie erst Ihr Anliegen, dann Ihren Namen. Konzentrieren Sie sich im Gespräch auf Gemeinsamkeiten mit Ihrem Gegenüber.

  1. Kurzvorstellung beherrschen

Was machen Sie beruflich? Wo sind Sie tätig? Sie sollten eine schnelle und verständliche Antwort parat haben. Überlegen Sie, woran die Person denken sollte, wenn Sie ihr einfallen. Nur so bleiben Sie der anderen Person genauso in Erinnerung, wie Sie das gerne möchten.

  1. Ehrliches Interesse zeigen

Sie sollten ehrliches Interesse an der Person haben, mit der Sie sich unterhalten, nicht nur an deren Funktion oder Einfluss in bestimmten Bereichen.

  1. Zuhören statt reden

Hören Sie mehr zu, anstatt selbst zu sprechen. Beim Netzwerken ist Zuhören das A und O. Reduzieren Sie Ihren Redeanteil daher lieber, sodass Sie Ihr Gegenüber nicht in Grund und Boden plappern.

  1. Frühzeitig anfangen

Ein Netzwerk lässt sich nicht spontan aufbauen, das braucht Zeit. Das Verhältnis zwischen den Personen muss wachsen. Wenn Sie erst mit dem Aufbau Ihres beruflichen Netzwerkes beginnen, wenn Sie ein Problem haben, dann ist es schon zu spät. Bei Problemen muss das Netzwerk bereits stehen, nur dann kann es Ihnen nützlich sein.

Beruflich Netzwerken auf Kongress

Hören Sie mehr zu als zu sprechen und zeigen Sie ehrliches Interesse an Ihrem Gegenüber.

  1. In Kontakt bleiben

Sie müssen nicht ständig mit Ihren Netzwerkpartnern kommunizieren, aber bleiben Sie in Kontakt. Eine Weihnachtskarte, ein netter Gruß zwischendurch oder zum Geburtstag reicht da schon aus. Tipp: Ein besonders schöner Anlass, seine beruflichen Kontakte an sich zu erinnern ist es, eine Karte auf Grund einer Geschäftseröffnung oder einer Unternehmensgründung zu schreiben.

  1. Hilfe anbieten

Wenn Sie Ihrem Gegenüber zuerst helfen, wächst das Vertrauen in das Verhältnis. Sie sollten nicht nur etwas von Ihrem Netzwerk erwarten, sondern vor allem etwas investieren.

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  1. Maß halten

Übertreiben Sie es nicht mit den Geschäftskontakten. Ein Netzwerk mit bis zu 150 Personen reicht völlig aus. Um mehr können Sie sich neben dem Beruf vermutlich auch nicht kümmern.

  1. Offene Fragen stellen

Vermeiden Sie beim Gesprächseinstieg Fragen, die sich mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen. Nutzen Sie lieber Formulierungen, die eine längere Antwort einfordern. Dafür eignen sich Fragen, die mit „Wie“, „Warum“, „Wozu“, „Was meinen Sie zu…?“, „Was halten Sie von…?“ oder „Wofür“ beginnen.

  1. Körperhaltung beachten & Distanz wahren

Lächeln Sie und versuchen Sie selbstsicher zu wirken. Verschränke Sie nicht Ihre Arme und lassen Sie die Hände aus den Hosentaschen. Sie wollen sich ja nur kurz nett unterhalten, also kein Grund für eine ablehnende Haltung oder Nervosität. Achten Sie darauf, Ihrem Gesprächspartner nicht zu nahe zu kommen, die persönliche Distanz ist wichtig und zeugt Ihrem Gesprächspartner gegenüber von Respekt.

  1. Smalltalk-Thema finden

Sprechen Sie je nach Anlass über Berufliches, die gerade stattfindende Veranstaltung, Urlaub, Hobbies oder Gesundheitsthemen. Bei Letzterem können Sie die Erkältungswelle durchaus erwähnen, Ihre letzte Magen-Darm-Erkrankung behalten Sie beim beruflichen Netzwerken hingegen lieber für sich. Andere Thematiken wie Politik und Religion sind für viele Personen eine private Angelegenheit, die sie ungern mit Fremden bei einem geschäftlichen Event besprechen. Halten Sie sich daher für den Anfang lieber an einfache Themen.

  1. Ans Follow-up denken

Haben Sie einen neuen Kontakt geknüpft, melden Sie sich hinterher bei der Person. Dies kann via Kontaktanfrage über ein geschäftliches Online-Netzwerk wie Xing oder LinkedIn erfolgen oder mit einer Nachricht per E-Mail. Wichtig ist dabei nur, sich auf die vergangene Begegnung zu beziehen und sich so ins Gedächtnis der anderen Person zurückzurufen.

Fröhliches und ausgelassenes Netzwerken auf Terrasse

Neugierde und Offenheit erleichtern das Business Networking und führen schneller zu mehr Kontakten.

Business Networking lernen: Geht das?

Mit unseren oben genannten Tipps kann wirklich jeder Networking lernen. Ja, jeder. Gehören Sie aber zu den Menschen, die Netzwerken grässlich finden und sind bis jetzt auch nicht besonders gut darin gewesen, gestaltet sich das „Lernen“ ein bisschen anders. Falls Sie jetzt also zu den Menschen gehören, die Netzwerken hassen, sollten Sie sich dennoch hin und wieder überwinden und zumindest versuchen ein Netzwerk aufzubauen. Wir haben ein paar einfache Tipps, mit denen es Networking-Hassern gelingen kann, nette Kontakte ohne viel Aufwand zu knüpfen:

  1. Überstürzen Sie nichts

Sind Sie schüchtern? Werden Sie von einem Kollegen genötigt mit ihm zu netzwerken? Oder sind Sie einfach lieber für sich? Dann lassen Sie es langsam angehen. Sie müssen dafür auch nicht unbedingt eine Veranstaltung besuchen. Schreiben Sie Tweets, Kommentare bei Xing, Instagram oder Facebook und machen Sie so auf sich aufmerksam.

  1. Setzen Sie sich ein Ziel

„Nach dem Kongress möchte ich drei neue Kontakte haben.“ Mit einem klaren Ziel vor Augen fällt es Ihnen unter Umständen leichter, neue Kontakte für Ihr berufliches Netzwerk zu gewinnen.

Zu zweit ist berufliches Netzwerken einfacher

Nehmen Sie einen Kollegen oder Freund mit zum Networking-Event, dann fällt es Ihnen gleich viel leichter.

  1. Gemeinsam sind Sie stark

Nehmen Sie einen Freund oder eine Freundin mit auf ein Networking-Event. Zusammen fühlen sich die meisten Menschen nicht ganz so verloren in einem Raum voller fremder Menschen. Während der Veranstaltung können Sie sich hin und wieder trennen und mit anderen in Kontakt treten, sollte dies zu zweit nicht klappen.

  1. Stellen Sie Fragen!

Je mehr Sie fragen, desto weniger müssen Sie sprechen. Stellen Sie daher während des Gesprächs immer wieder Rückfragen, so fühlt sich Ihr Gegenüber verstanden und Sie reduzieren Ihren Redeanteil.

Warum ein berufliches Netzwerk wichtig ist

Berufliche Netzwerke funktionieren wie das „Freunde-von-Freunden-Prinzip“ im Privatleben. Lernen Sie jemanden Neuen kennen, mit dem Sie sich gut verstehen, werden Sie auf der nächsten Party eingeladen und lernen dort auch die Freunde des neuen Freundes kennen. Genauso ist es beim Netzwerken.

Jeder Kontakt bringt seine Kontakte mit ins Netzwerk ein. Sollten Sie ein Problem haben, können Ihnen vielleicht nicht Ihre direkten Kontakte weiterhelfen, aber vielleicht die Kontakte Ihrer Kontakte. Beim Business Networking sollten Sie daher darauf achten, dass Sie sich auf die richtigen Kontakte konzentrieren und sich überlegen, welches Ziel Sie mit Ihrem Netzwerk verfolgen.

Beim Netzwerken wichtige Kontakte pflegen

Pflegen Sie Ihre wichtigen Kontakte gut und bieten Sie Ihre Hilfe innerhalb Ihres beruflichen Netzwerks an.

Gute Kontakte nutzen Ihnen mehr

Ein Kontakt, der bereit ist Ihnen weiterzuhelfen, ist viel mehr wert als ein sehr beschäftigter Kontakt, der unglaublich erfolgreich ist, Ihnen aber nicht helfen wird. Menschen, die fachlich kompetent sind oder die Kontakte zu Personen aus Fachbereichen besitzen, zu denen Sie noch keinen Anschluss haben, können hierbei ebenso interessant sein. Bereits ein gutes Verhältnis zu Ihrer Nachbarin, die bei Ihrem Traum-Arbeitgeber arbeitet, oder zu einem alten Schulfreund, der jetzt selbstständig ist, was Sie auch gerne wären, können enorm nützlich sein.

Seien Sie großzügig

Beim Netzwerken kommt es vor allem darauf an, dass Sie bereit sind zu geben, ohne direkt eine Gegenleistung zu erwarten. Ein berufliches Netzwerk ist ein Konstrukt, das Sie nicht ausnutzen oder überstrapazieren sollten. Greifen Sie nur dann auf Ihr Netzwerk zurück, wenn Sie wirklich Hilfe brauchen, sonst könnten Sie es sich schnell mit Ihren beruflichen Kontakten verscherzen. Tipp: Damit Sie alle Kontakte ordentlich im Blick behalten, finden Sie bei uns Terminkalender, Timer und Organisationshilfen für Ihr Business Netzwerk!

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