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Die spannende Geschichte der Weihnachtskarte

Es ist in unserem Kulturkreis ein schöner Brauch, pünktlich zum Weihnachtsfest liebevoll gestaltete Grußkarten zu versenden, sei es an Familienmitglieder, Freunde oder Geschäftspartner. Doch woher stammt eigentlich die Weihnachtskarte und wer hat sie erfunden? Lernen Sie in diesem Artikel die spannende Geschichte der Weihnachtskarte kennen.

Die Geschichte der Weihnachtskarte ist noch relativ jung.

Woher kommt der Brauch, Weihnachtskarten zu schreiben?

Weihnachtskarten sind ein Dauerbrenner zum Fest der Liebe, da sie sich ganz nach Belieben gestalten lassen. Als Grußkarten sind sie meist mit Motiven wie Weihnachtskugeln, dem Stern von Bethlehem, Rentieren oder verschneiten Wäldern geschmückt. Aber woher kommt der Brauch der Weihnachtskarte? Tatsächlich ist er noch gar nicht so alt.

Wer hat die Weihnachtskarte erfunden?

Der Ursprung der Weihnachtskarte liegt in Großbritannien im Jahr 1843, zuvor waren Weihnachtsbriefe auf der Insel eine übliche Grußform zum Fest der Liebe. Damals ließ sich der Londoner Sir Henry Cole vom Illustrator und Maler John Callcott Horsley eigens eine Weihnachtskarte mit dem Schriftzug „Merry Christmas and a Happy New Year to You“ erstellen. Diese ließ sich leicht vervielfältigen und konnte mit einem Text versehen und unterschrieben werden. Cole fehlte nämlich die Zeit, um für jeden seiner zahlreichen Freunde und Verwandte individuelle Weihnachtsgrüße zu verfassen.

Als Motiv wählte Horsley, inspiriert von einem Altarbild, die Darstellung eines weihnachtlichen Familienfestes, das von Ranken und Reben umrahmt war. Der geschäftstüchtige Cole druckte in seiner Lithographenanstalt 1.000 Karten und ließ sie von Hand bemalen. Der (damals) horrende Preis für die erste Weihnachtskarte: 1 Schilling pro Stück. Für einen Schilling musste ein Fabrikmitarbeiter zur damaligen Zeit einen ganzen Tag lang arbeiten. Die ersten weihnachtlichen Grußkarten sahen übrigens aus wie Valentinskarten: Blumen und romantische Szenen dominierten, religiöse Themen spielten zunächst keine Rolle.

Geschichte der Weihnachtskarte: Karte mit kleinem Mädchen

Geschichte der Weihnachtskarte: Kleines Mädchen mit Haube auf einer quadratischen Bordüre.

Erst um das Jahr 1870 war die Weihnachtskarte in Großbritannien für die einfachen Menschen kein finanzieller Luxus mehr. Der Grund: Sinkende Preise, da durch Neuerungen in der Drucktechnik nun höhere Auflagen möglich waren. Zudem wurden die Postgebühren deutlich reduziert. Jetzt tauchten allmählich die typischen Weihnachtskartenmotive wie Weihnachtsmänner, Krippen und Winterlandschaften auf. Weihnachtskarten entwickelten sich für zahlreiche Verlage zu einem lukrativen Geschäft.

Der deutsche Einwanderer Louis Prang exportierte die Weihnachtskarte in die Vereinigten Staaten. Er ließ sie in Boston 1874 zum ersten Mal drucken und machte sie dort zum Massenprodukt. Das Besondere an Prangs Karten: Sie waren dank der Fortschritte in der Farbdrucktechnik äußerst farbenfroh, da er bis zu zwanzig verschiedene Farben verwendete. Seinen Kunden gefielen zudem die gefühlvollen Texte auf der Innenseite der Weihnachtskarten. Mehr als 5 Millionen weihnachtliche Grußkarten konnte er 1880 bereits verkaufen – ein Riesenerfolg. Damit gilt Prang als Vater der amerikanischen Weihnachtskarte.

Farbenfrohe Weihnachtskarte: Mädchen auf einem Feld

Mädchen auf dem Feld: Fortschritte in der Farbdrucktechnik ließen die Weihnachtskarten immer bunter werden.

Wann kam die Weihnachtskarte nach Deutschland?

In Prangs Heimatland Deutschland allerdings begann die Geschichte der Weihnachtskarte relativ spät. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden im damaligen Deutschen Reich Weihnachtskarten industriell produziert und versendet. Bis zum Ersten Weltkrieg waren die sogenannten „Wunschblätter“ zum 24. Dezember populär – Briefpapierbögen mit aufgedrucktem, hübschem Schmuckrahmen. In deren Mitte konnte ein weihnachtlicher Grußtext, ein erbaulicher Spruch oder ein schönes Bild für die Liebsten platziert werden.

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Weihnachtskarten stehen auch heute noch bei den meisten Menschen hoch im Kurs und haben ihren festen Platz unter den Weihnachtsbräuchen. Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen nimmt die Bedeutung der Weihnachtspost zu. So sagte fast ein Fünftel der Befragten einer Umfrage im Jahr 2020, dass sie sich bewusst dazu entschieden hätten, aufgrund Corona & Co. mehr Weihnachtsgrüße zu schreiben. Festliche Grüße zu Weihnachten und gute Wünsche zum neuen Jahr erinnern liebe Menschen daran, dass an sie gedacht wird, auch wenn man Weihnachten nicht gemeinsam feiert.

Weihnachtskarten sind im Ursprungsland der Weihnachtskarte stets ein Riesengeschäft. Über eine Milliarde Karten mit Weihnachtsgrüßen werden im Vereinigen Königreich in der Adventszeit versendet, wie die Yorkshire Post berichtet. Dabei können die Karten gar nicht auffällig genug sein – von großformatigen Karten zum Ausklappen über Karten mit glitzerndem Plüschdesign hin zu ganz klassischen Weihnachtskarten reicht das Spektrum.

Weihnachtskarten heute: Digitale Weihnachtsgrüße als Alternative zur Weihnachtskarte?

Digitale Weihnachtsgrüße in Form einer E-Mail sind im 21. Jahrhundert eine beliebte Möglichkeit, schnell, unkompliziert und ressourcenschonend ein frohes Fest zu wünschen. Aber: Eine E-Mail ist sehr unpersönlich und mit einem Klick im virtuellen Mülleimer gelandet. Gerade im geschäftlichen Bereich kommen Weihnachtsgrüße per E-Mail oft nicht gut an. Laut einer Umfrage freuen sich 86 Prozent der befragten Führungskräfte über persönlich verfasste Weihnachtspost von Geschäftspartnern.

Mit einer sorgfältig ausgewählten, betexteten und handschriftlich unterschriebenen Weihnachtskarte zeigen Sie, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und bringen dem Empfänger gegenüber echte Wertschätzung zum Ausdruck. Für den jährlichen Weihnachtsgruß eignen sich daher Weihnachtskarten mit der persönlichen Note nach wie vor am besten.

Lesen Sie in unserem Artikel „5 Gründe, warum Sie geschäftliche Weihnachtskarten statt E-Mails versenden sollten“ weitere Gründe, warum Sie sich die Zeit nehmen sollten, eine klassische Weihnachtskarte zu verschicken. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Ihre Weihnachtspost ein voller Erfolg wird.

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Welche Trends für geschäftliche Weihnachtskarten gibt es?

Nicht nur im privaten Bereich werden massenweise Weihnachtskarten verschickt. Auch Weihnachtskarten für Geschäftspartner und Kunden gehören zum vorweihnachtlichen Ritual. Sie gelten als Instrument der Kundenbindung und werden zum Netzwerken verwendet.

Ein geschäftlicher Weihnachtsgruß stellt eine schöne Geste dar, um die Verbundenheit mit Ihrem Geschäftspartner auszudrücken. Statt teurer Weihnachtswerbung bedanken sich Unternehmen so für ein erfolgreiches Jahr. Zudem bringen Sie sich als Versender von Weihnachtspost wieder in Erinnerung – häufig mit der Aussicht auf künftige Zusammenarbeit.

Beim RAAB-Verlag können Sie Weihnachtskarten aus einer Vielzahl an Motiven wählen und mithilfe unseres Konfigurators individuell mit Text, Bildern, Ihrem Logo und einer Unterschrift personalisieren. Sie möchten wissen, wie das funktioniert? Dann werfen Sie einen Blick in unseren Beitrag zum Weihnachtskarten-Konfigurator. Alternativ können Sie sich auch einfach unser Video dazu ansehen.

Wählen Sie Karten mit klassischen Motiven wie Winterlandschaften oder Weihnachtskarten, mit denen Sie auffallen – je nach dem Empfänger Ihrer Weihnachtsgrüße. Zu Weihnachten darf es gern auch etwas edel sein – unsere Weihnachtskarten in festlichem Design sind sehr beliebt. Mit witzigen Branchenkarten kommen Sie garantiert gut an; Holzkarten liegen derzeit voll im Weihnachtstrend 2021. Und wenn Sie globale Geschäftskontakte pflegen, sind unsere Karten für internationale Weihnachtsgrüße genau richtig.

Gut zu wissen: Alle unserer Weihnachtskarten sind nachhaltig hergestellt. Damit versenden Sie Ihre Weihnachtsgrüße auch mit grünem Gewissen.

Die Geschichte der Weihnachtskarte geht weiter: Tipps für Ihre Weihnachtsgrüße!

Im Gegensatz zum Vater der Weihnachtskarte, Sir Henry Cole, profitieren Sie heute von einer Riesenauswahl an Weihnachtskarten, um Familienmitgliedern, Freunden oder Geschäftspartnern individuelle Weihnachtsgrüße zukommen zu lassen. In unserem Magazin finden Sie zahlreiche nützliche Tipps und Inspirationen rund um die Gestaltung und den Versand einer Weihnachtskarte. Viel Spaß!

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